Was zum Nachdenken: wie siehst Du denn wieder aus?!

10. Februar 2017

*Kooperation*

Seit Isabel im September eingeschult wurde, haben wir kein Kindergartenkind mehr. Ich kann mich aber noch sehr gut daran erinnern, dass es während den Jahren im Kindergarten kaum einen Tag gab, an dem ich morgens ein sauberes Kind gebracht und das Kind genauso sauber am Nachmittag wieder abgeholt hätte. Na ja, vielleicht ein oder zweimal schon. 😉

Wenn sie da so standen, mit zerzausten Haaren, roten Wangen, schmutzigen Hosen und dunklen Rändern unter den Fingernägeln und mir aufgeregt erzählten, dass sie zuerst noch ein superwichtiges Loch ausgraben müssen, dann hatte ich immer das Gefühl: so muss es sein!

Matschhose und Gummistiefel sind nicht immer ideal

Nie wäre ich auf die Idee gekommen, mich über schmutzige Kleidung, Löcher in den Hosen oder Jackentaschen mit Brotzeitresten bei den Erzieherinnen zu beschweren.Und ja, natürlich hatten wir Matschhosen und Gummistiefel an der Garderobe hängen. Aber mal ehrlich, möchtet Ihr bei schwülen 25 Grad nach einem Sommerregen in Gummihosen stecken?

Ich weiß allerdings, dass das durchaus immer wieder Thema ist und viele Eltern es nicht mögen, wenn sich ihre Kinder im Kindergarten schmutzig machen. Glaubt Ihr nicht? Könnt Ihr aber. Erst vor ein paar Tagen habe ich mit einer befreundeten Erzieherin darüber gesprochen. Was mich sehr nachdenklich gemacht hat, war folgendes:

So viele Eltern sagen folgenden Satz beim Abholen ihres Kindes: Wie siehst Du denn wieder aus?!

Ich bin mir sicher, in den meisten Fällen ist es gar nicht mal abwertend gemeint. Und ich bin mir genauso sicher, dass auch ich diesen Satz schon so oder so ähnlich gebraucht habe. ABER habt Ihr Euch schon mal überlegt, was der Inhalt dieser Worte für Euer Kind bedeutet?

Euer Kind hat den ganzen Tag gearbeitet!

Es war Bäcker, Automechanikerin, Goldgräber und Schatzsucherin und dazwischen hat es für Dich gebastelt, gemalt und geklebt. Wie kann es da sauber sein, bei der vielen Arbeit? Es war fleißig und hat sich angestrengt. Dein Kind ist vielleicht schmutzig, zerzaust und hat eine Rotznase – aber es ist stolz auf seine Werke. Stolz und müde. Es möchte umarmt, geküsst, gedrückt und gelobt werden. Egal, wie es heute wieder ausschaut.

Es gibt eine Lösung. Sie heißt Waschmaschine

Alle Kinder machen sich schmutzig. Ganz ehrlich, ich würde mir Sorgen machen wenn es nicht so wäre. Außerdem haben wir doch sicher alle eine Waschmaschine zuhause. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal Probleme mit Flecken gehabt hätte. Die modernen Waschmittel sind doch wahre Zauberkünstler! Wenn man ein paar Dinge beachtet, dann gibt es kein Kleidungsstück, das man nicht wieder sauber bekommt.

  • problematisch können Schlamm- oder Erdflecken sein. Diese Teile solltet Ihr wirklich immer unmittelbar und sofort waschen. Lieber mal die Waschmaschine nur halb füllen.
  • Obst- oder Gemüseflecken am besten noch mit einer milden Sauerstoffbleiche vorbehandeln
  • Praktisch: eine Liste mit Tipps zur Fleckenentfernung, gleich neben der Waschmaschine
  • Ab und zu solltet Ihr einen Waschmaschinen-Reiniger benutzen

Ein kleiner Trost: mein Mount Persil

Falls Ihr jetzt denkt, ich sei über Nacht zur Super-Hausfrau mutiert, kann ich Euch trösten. Leider wäscht sich die Wäsche selbst mit den besten Tipps nicht von alleine. Auch für mich stellt der Mount Persil, wie mein Mann ihn immer liebevoll nennt, ein schier unlösbares Problem dar. Ich bin schon froh, wenn ich die Tür zur Waschküche noch aufbekomme… Im Sommer ist das leichter. Waschen und dann im Freien trocknen, ist einfach unkomplizierter als zu trennen was in den Trockner kann und den Rest dann im Keller aufzuhängen. Außerdem liebe ich frisch gewaschene Wäsche, die an der Leine im Wind schaukelt. Seufz…aber es hilft ja nix… 🙂

Dieser Artikel entstand übrigens im Rahmen der AO-Familienchallenge. Besonders spannend fand ich den Beitrag dazu auf Mini & Mami : Eine Woche ohne Waschmaschine

Übrigens finde ich das Magazin AO Life aus sonst sehr lesenswert. Ihr findet dort Rezepte, DIY Anleitungen und noch vieles mehr.

Zum Schluß möchte ich Euch noch einen wunderbaren Satz mit auf den Weg geben. Ich habe ihn bei meiner Recherche zu diesem Artikel gefunden:

Wenn Sie Ihr Kind heute sauber aus der Kita abholen,
dann hat es nicht gespielt und nichts gelernt.

Ihr Kindergarten-Team

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2 Comments

  • Edith

    Schön geschrieben,…
    Ich denke ich hab das auch schon gesagt, aber mit einem Lachen im Gesicht.
    Wenn mein Sohn dreckig vom Kindergarten nachhause kommt ist das kein Grund zum Jammern. Ich finde es toll das in dem Kindergarten den mein Sohn besucht mit den Kindern in Pfützen gesprungen wird, das sie Wasser in die Sandkiste leeren dürfen und darin herumwühlen dürfen, und alles mögliche andere wird gemacht oder probiert wo sie dann ziemlich ausschauen.
    Das ist es doch was Kind sein ausmacht…
    Ausprobieren, entdecken, Spaß haben.
    Mein Midi kommt auch bald in die Schule dann ist dieser Abschnitt vorbei (natürlich darf er zuhause weiterhin Pfützen springen,…)
    Ein Dank auch noch an die Waschmaschine , Dank derer ich das so entspannt sehe! Eine Woche ohne sie…??!! Keine Ahnung ob ich das hinbekommen würde.
    Vielleicht. Nur bestimmt nicht wenn meine Kinder krank sind und Darminfekt oder ähnliches haben 🙂 🙂 🙂

    Meine Gedanken dazu,
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    11. Februar 2017 at 09:27 Reply
  • Irene Knapp

    Bei den kleinen Kindern habe ich es glaube ich noch nie gesagt. ABER bei unserer älteren Tochter. Sie ist 12 Jahre und verwüstet alles was nur so geht. Macht so unendlich viel kaputt……..da kann ich einfach nicht anders. Ich kann da nicht sagen………..toll, super finde ich klasse.

    Sie zerstört sämtliche Sachen und bemalt sie mit Nagellack oder bastelt mit Make up irgendwelche Cremes…….

    Es gibt so schöne Themen für kleinere Kinder die mich immer wieder faszinieren. So wie auch dieser hier und den ich auch bei unseren jüngsten Mädchen verwende. Aber für ältere Kinder stehen die meisten Menschen, auch Pädagogen selbst an.

    Alles Liebe
    Irene

    13. Februar 2017 at 22:36 Reply
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