Was, wenn plötzlich alles anders ist?

24. November 2013

IMG_5004Heute möchte ich ein Thema ansprechen, dass die meisten von euch wahrscheinlich noch gar nicht wirklich betrifft. Was passiert eigentlich, wenn die Eltern oder ein Elternteil zum Pflegefall werden und die Familie die Pflege nicht mehr schafft?
Bestimmt fragt ihr euch jetzt, wie ich ausgerechnet darauf komme – oder? Das möchte ich euch erzählen. Die Mutter meiner besten Freundin ist vor einigen Wochen in ihrer Wohnung gestürzt und lag (zum Glück nur) 2 Stunden hilflos am Boden. Bei diesem Unfall zog sie sich einen Oberschenkelhalsbruch zu, der operiert werden musste. Alles ist sehr gut verlaufen und auch die Reha war erfolgreich. Trotzdem – insgesamt ist die Mutter doch recht geschwächt und kann im Prinzip nicht mehr alleine wohnen. Die Entfernung zwischen den beiden Wohnungen beträgt ca. 30 km – nicht gerade um die Ecke… Die anderen Geschwister wohnen jedoch noch weiter weg und so liegt die Verantwortung im Moment eben bei meiner Freundin, die sich auch wirklich super gut um ihre Mama kümmert. Und nicht falsch verstehen, natürlich helfen auch die Geschwister so gut sie eben können, aber es ist einfach schwer.

Plötzlich ist alles anders…

Einige Tage wohnte die Mutter jetzt bei meiner Freundin und ihrer Familie, doch das Haus hat so viele Treppen und Stufen – keine gute Lösung. Gestern nun kam zumindest das Hausnotruf Set an. Mittlerweile kann man dieses lebensrettende Notrufsystem auch als Armband tragen, was natürlich wesentlich dezenter ist, als die Vorgängermodelle, die man sich um den Hals hängen musste…

Trotz alledem ist auch ein Hausnotruf Set keine 24 Stunden Seniorenbetreuung, es ist viel mehr ein Stück Sicherheit für den Betroffenen und die Angehörigen, dass im Notfall schnelle Hilfe da ist!

Doch welche Alternativen oder Möglichkeiten gibt es überhaupt, wenn es mit dem “alleine wohnen” gar nicht mehr klappt? Und welche Kosten kommen auf die Angehörigen zu? Ich finde, dass sind alles sehr beunruhigende Fragen, mit denen man sich aber auf jeden Fall beschäftigen sollte. Ist ein Seniorenheim eine gute Lösung? Oder wäre vielleicht eine Betreuung zuhause die bessere Wahl? Ich könnte es euch jetzt so spontan gar nicht sagen. Früher war ich immer der Meinung ein Seniorenheim ist besser geeignet als eine persönliche Betreuerin, z.Bsp. aus Polen. Doch nachdem ich gesehen habe, wie trist und langweilig es in einem Seniorenheim ist (meine Oma war dort…) bin ich mir nicht mehr sicher. Schließlich weiß man doch dann als alter Mensch, dass das die letzte Station sein wird. Da passiert nicht mehr viel.

Ich denke, ich würde es doch eher mit einer persönlichen Betreuungskraft probieren. Hier braucht man zwar wahrscheinlich auch ein bischen Glück, vielleicht muss man auch 2-3 Kräfte ausprobieren bis die “Chemie” stimmt, doch ich glaube langfristig ist das die bessere Alternative.

Natürlich bin ich froh, dass ich mich persönlich noch nicht wirklich mit dem Thema “Pflege meiner Angehörigen” beschäftigen muss, doch jeder sollte zumindest darüber nachdenken oder vielleicht sogar mit den Eltern darüber reden. Vielleicht haben die ja schon ganz klare Vorstellungen und Erwartungen.

 

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1 Comment

  • PinkFairy87

    Hallo 🙂
    Das Thema ist wirklich sehr schwer und nicht wirklich begreifbar für Leite, die zum Glück noch nicht damit konfrontiert wurden. Ich denke, dass man sich auch vorher schon gut überlegen sollte, was man tun möchte!
    Im April ist mein Papa verstorben, der durch seine Erkrankung seit Januar ein absoluter Pflegefall war. Meine Mama und Geschwister haben sich Tag und Nacht gekümmert, ich wohne leider zu weit Weg 🙁 es war hart, doch für uns alle stand es immer außer Frags, Papa in ein Heim zu geben! Auch meine Oma haben wir damals Zuhause gepflegt, wohnten wir doch alle im gleichen Haus!

    Die Entscheidung darüber ist schwer und hart, doch ich weiß, dass ich meine Mama auch Zuhause pflegen werde, wenn es nötig werden sollte! Auch wenn ich dafür umziehen muss!

    Liebe Grüße
    Dorina

    24. November 2013 at 12:19 Reply
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