familcare senior

Die famil.care senior App – entspanntes Leben oder digitale Dauerbereitschaft?

9. Oktober 2017
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Vor ein paar Tagen habe ich das Projekt Wenn Eltern älter werdenwir testen die famil.care senior App beendet. Mit gemischten Gefühlen, wie ich zugeben muss. Ein Elternteil plötzlich digital zu begleiten, war nicht so leicht, wie ich es mir vorgestellt habe. Und dass, obwohl es bei uns nur ein Test war und ich mir im Grunde keine Sorgen um meine Eltern machen muss.

Heute habe meine gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke zur famil.care senior App und dem SOS Notfall Button für Euch zusammengefasst.

Oben habe ich Euch bereits die ersten 2 Artikel verlinkt. Es geht dort um Allgemeine Infos, Preise, Einstellungen usw. Diese Punkte werde ich hier nicht noch einmal aufgreifen.  Bitte klickt Euch einfach in die ersten Blogbeiträge zur famil.care senior App. Ich werde Euch diese auch am Ende des Artikels noch einmal verlinken. Und letztlich findet Ihr natürlich alle Informationen auch auf der Internetseite von Famil.care.

famil.care app

Einsatz der famil.care senior App im Alltag und Zuverlässigkeit

Die App hat auf technischer Ebene sehr gut funktioniert. Termine, Nachrichten usw. wurden zuverlässig übertragen. Mein Vater (72), ist technisch versiert und so war auch die Einweisung in die Funktionen und Möglichkeiten der famil.care senior App. Etwas anders sah es beim SOS Notfall Button aus. Hier mussten wir nachjustieren, da er zwei Mal einen Fehlalarm ausgelöst hat. Ich sehe das aber nicht wirklich als Problem, denn jeder Mensch ist eben unterschiedlich aktiv. Kniffliger wird es, wenn sich aktive und ruhige Phasen abwechseln: heute und morgen flottes Walking, morgen und übermorgen wenig Aktivität und am Wochenende eine längere Wanderung.

Der famil.care-SOS-Button hat zwei verschiedene Notfall-Funktionen: den Sturzmelder und den Notruf-Alarm. Dank eines eingebauten Beschleunigungsmessers bemerkt er automatisch einen Sturz und kann Sie dadurch sofort alarmieren. Der Beschleunigungsmesser kann eingestellt werden, so dass jeder seine passende Empfindlichkeit auswählen kann: Hoch für Menschen, die sich eher wenig bewegen, und niedrig für dynamischere Personen. Diese Einstellungen verringern die Gefahr von Fehlalarmen. Im Falle eines Notfalles muss Ihr Angehöriger lediglich den SOS-Button drücken, damit Sie sofort alarmiert werden. (Quelle: famil.care.de)

Theorie und Praxis – manchmal liegen Welten dazwischen

Unser famil.care senior App Test. Ein Test, bei dem ich natürlich in erster Linie auf die Kooperation und Zusammenarbeit mit meinem Papa angewiesen war. So richtig gut hat das dann aber doch nicht geklappt. Mal lag der SOS Button zuhause, mal war das Handy nicht mit dem Internet verbunden und eine Sicherheitszonen-Einrichtung hatte mein Vater ja von vornherein abgelehnt.

Es war ein Test mit Samthandschuhen und ich dachte nicht, dass mein Vater so “sensibel” bezüglich seines Alters ist. Vielleicht, so habe ich mir überlegt, war er ja schon ein wenig “beleidigt”, als ich ihn bat, den Test mit mir zusammen zu machen. Wahrscheinlich hat er nur mirzuliebe zugesagt.

Trotzdem: die famil.care senior App hat ihre Pflichten zuverlässig erfüllt und gut funktioniert!

Das habe ich gelernt:

“Das Alter, bzw. das Altern”, ist ein hochsensibles Thema.

famil.care ist eine einfache Lösung Ihren Angehörigen zu helfen, wenn sie Sie brauchen. famil.care beinhaltet viele Funktionen, die es Ihnen einfacher machen, Ihre älteren Angehörigen zu unterstützen und ihnen beizustehen. famil.care kann auch Leben retten und die Verbringung Ihres Angehörigen in ein Pflegeheim unnötig machen. (Quelle: famil.care.de)

Dem kann ich nur zustimmen. Die Funktionalität der famil.care senior App hat mich auf jeden Fall überzeugt.

Folgende Punkte sind für einen erfolgreichen Einsatz der famil.care senior App wichtig:

  • Schon im Vorfeld darüber sprechen, ab wann Hilfsmittel wie die famil.care senior App eingesetzt werden kann und in welchem Umfang
  • Gespräche müssen auf Augenhöhe geführt werden. Nichts ist kontraproduktiver als eine Bevormundung
  • Miteinander eine Testphase vereinbaren. Danach setzt man sich nochmal zusammen und bespricht sich
  • die famil.care senior App ersetzt natürlich weder persönliche Telefonate noch Besuche. Die Zeit, die Angehörige mit der zu betreuenden Person verbringt darf nicht kürzer werden

Das Handy wird ständiger Begleiter

Ohne Handy keine Benachrichtigung. Entscheidet man sich also für die eine Betreuungslösung wie die der famil.care App, MUSS das Handy natürlich auch bei der betreuenden Person IMMER dabei sein. Da kann es schon mal zu einer Panikattacke kommen, wenn man erst irgendwann feststellt, dass man es zuhause liegengelassen hat.

Man begibt sich in einen Dauerzustand der Bereitschaft, der meiner Meinung nach nicht unterschätzt werden darf.

Mein Fazit zur famil.care senior App

Ich bin hin und her gerissen. Die Idee und die Funktionen der famil.care senior App sind gut und sicherlich zeitgemäß. Auch der SOS Button macht durchaus Sinn.

Trotzdem bleiben für mich Fragen offen. Was ist, wenn der Angehörige stürzt und ich mein Handy nicht dabei habe. Braucht man nicht doch zusätzlich noch einen Hausnotruf? Wird man wohl möglich selbst krank, da die Dauerbereitschaft zu permanenten Streß führt? Begibt man sich nicht auch den Eltern bzw. Angehörigen gegenüber in eine Art der “Überwachung”?

Unser aller Zusammenleben, die Familien, die Beziehungen untereinander – das alles ist individuell. Kann super funktionieren, oder eben nicht. Letztlich bin ich zu dem Schluß gekommen, dass es auf jeden Fall einen Versuch wert ist, die famil.care senior App zu testen. Man muss ja nicht gleich ein Jahresabo abschließen und so hoch ist der Preis für die Nutzung der App sowieso nicht. 😉

Hier die Links zu den vorangegangenen Blogbeiträgen:

Wenn Eltern älter werden

Famil.care senior App – so funktionierts

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