Das Kinder-Tablet Kurio TAB – Einstiegstablet mit kleinen Schwächen

4. Dezember 2014

Ein eigenes Tablet steht bei vielen Kindern ganz oben auf dem Wunschzettel. Irgendwie auch verständlich, denn die digitalen Medien haben schon unsere großen Kinder ab einem Alter von etwa 6 Jahren in ihren Bann gezogen. Hatten wir damals noch sämtliche Gameboy-Modelle, GameCube und PC Spiele (später dann, so mit 12 Jahren), so deckt ein Tablet den “digitalen Bedarf” bei den 6-9 jährigen heutzutage meist ab.

Zielgruppe Kindertablet – Kinder im Vorschul- und Grundschulalter

Unsere Tochter ist 4. Sie mag ihren Storio, spielt aber auch gerne auf dem iPad – gut, das wir zwei davon haben. Der Räuber ist 9 und nutzt das iPad meistens für sein heiß geliebtes Minecraft Spiel oder Angry Bird. Auch einige Lernspiele sind installiert, aber die interessieren ihn eher weniger. YouTube ist noch interessant, ansonsten nutzt er keine weitere Funktion. Ab und zu darf er auch auf der Playstation spielen. Ich denke, unsere zwei Kids entsprechen genau der Zielgruppe für ein Kindertablet.

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Das Kurio TAB – ein Kinder-Tablet

Wir bekamen nun also die Gelegenheit das Kurio TAB Kinder-Tablet mit all seinen Funktionen und Fähigkeiten zu testen. Ich möchte gleich vorausschicken, dass ich nicht näher auf technische Details wie genaue Konfiguration, Inbetriebnahme oder erste Einstellungen eingehen möchte. Viel mehr werde ich Euch das Tablet selbst mit seinen Möglichkeiten und Funktionen beschreiben und natürlich letztlich auch unsere Erfahrung damit.

Solltet Ihr Euch für Einzelheiten wie vorinstallierte Apps, technische Details, etc. interessieren, könnt Ihr direkt auf www.kurioworld.de nachlesen.

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Hier auf jeden Fall mal eine Zusammenfassung :

Das Kurio Tab ist ein 7 Zoll großes Android-Tablet.  Die technische Ausstattung mit einer Display-Auflösung von 1024 x 600 Pixeln, der Intel Atom Z2520 Dual-Core-SoC und der 1 GB Arbeitsspeicher ist nicht mehr so ganz Up to Date. Allerdings übrerzeugt der 8 GB große und erweiterbare interne Speicher und auch die Android in Version 4.4 KitKat ist OK.

Es sind zwei Kameras mit 2 und 0,3 Megapixeln verbaut. Der Akku leistet  3.000 mAh. Alles in allem eine relativ vernünftige, dem Preis (ab 119 Euro), entsprechende Ausstattung.

Mein erster Eindruck

Ein kindgerechtes Format mit schicker roter Schutzhülle inklusive. So präsentiert sich das Kurio Tab, handlich und kompakt. Nachdem der Akku vollständig geladen war, richtete ich als erstes ein passwortgeschütztes Elternprofil ein. Das ging schnell und intuitiv. Anschließend habe ich für den Räuber und für das Fräulein Prinzessin ein Benutzerprofil angelegt, für die Tochter allerdings gleich mal ohne Zugriff auf das Internet.

Sehr praktisch finde ich die möglichen Einstellungen in der Kindersicherung. Man kann nicht nur die länge der insgesamten Tagesspieldauer einstellen, sondern auch, ob etwa Pausen gemacht werden müssen. Außerdem kann man am Wochenende beispielsweise eine längere Nutzungsdauer erlauben. Webseiten können gefiltert und Inhalte gesperrt werden.

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Wer braucht eine Taschengeldfunktion?

Zusätzlich gibt es eine “Taschengeldfunktion”. Hier kann man ein Guthaben laden und die Kinder bekommen sozusagen “virtuelles Geld”. So können sie selbst entscheiden wieviel Geld sie für Apps aus dem Kurio Store oder dem Google Play Store ausgeben. Auch der Zugriff auf Dienste und Leistungen von Toggo ist so möglich. Letztlich müssen die Kinder aber haushalten und entscheiden, was ihnen wirklich wichtig ist.

Ich sehe diese Funktion kritisch, weil ich denke, dass die Kinder gerade in diesem Alter (4-9) noch genug damit beschäftigt sind, den Umgang mit dem “echten Geld” zu lernen.

Auch die Verbindung mit dem Internet hat gut geklappt und ich glaube, man könnte das Kurio Tablet, wenn man nicht zu verwöhnt ist, auch als Erwachsener benutzen.

Die Kamera allerdings finde ich etwas zu schwach. Da macht das Fotografieren selbst den Kleinsten keinen Spaß. Ist aber bei unserem Storio 2 das Gleiche. Schade eigentlich, denn Kinder lieben es Fotos oder Videoaufnahmen zu machen.

Zusatzfeature Kurio Motion – lieber raus auf die echte Wiese!

Für ausgleichende Bewegung der Kinder soll der Body Motion Controller im Kurio Tab sorgen. Ähnlich wie bei der Playstation Eye Toy kann man das Tablet aus der Hand legen und eines der 10 vorinstallierten App Spiele mit Gesten und Körperbewegungen steuern.  Unsere Kinder verloren jedoch schnell das Interesse an dieser Funktion, was wahrscheinlich auch an der leistungsschwachen Kamera lag. Außerdem muss ich ganz ehrlich sagen, dass es mir lieber ist, die Kids spielen als Ausgleich zum Tablet draußen, in der “Echten Welt”.

Fazit:

Das Kurio Tab hat meiner Meinung nach ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mir scheint es am besten geeignet, für Familien die noch kein Tablet besitzen. Es läßt sich leicht und intuitiv bedienen und ist während unserer Testphase weder abgestürzt noch hängengeblieben. Die Kamera hat uns wirklich enttäuscht, hier sollte man nachbessern. Ein guter und finanzierbarer Einstieg ins WorlWideWeb.

Wir hier im Haus sind eine eingeschworene Apple Truppe und  neben unseren iPhones auch zwei iPads. Auch diese kann man mit entsprechenden Apps kindersicher einstellen. Schnelligkeit und Bildschirmauflösung sind hier natürlich besser, sprich unsere Kinder sind “verwöhnt”. Der Räuber und sogar das Fräulein Prinzessin verloren nach kurzer Zeit das Interesse am Kurio Tab und bevorzugen das iPad.

Größenvergleich Kurio TAB mit iPad:

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Das ist doch MEINS, da kann ich spielen wann und wielange ich will!

Ich glaube, dass ist der wahre Gedanke den Kinder hegen, wenn sie sich ein eigenes Tablet wünschen. Natürlich ist das nicht der Fall! Wenn das mit den Kids vorher nicht geklärt ist, dann sehe ich eher Streitpotential als Nutzen.

Zum Schluß möchte ich noch erwähnen, dass das Kurio Tab beim diesjährigen Kindersoftwarepreis “Tommi” den 3. Platz im Bereich elektronisches Spielzeug belegt hat!

 

 

 

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